Was ist der Weltrekord über 10 km? Ob Straße oder Bahn: Wir nehmen die Zeiten auseinander – inklusive Pace-Angaben.
Bei den Männern trägt die Referenzzeit die Unterschrift des Äthiopiers Yomif Kejelcha: 26’31”, gelaufen am 16. Februar 2025 beim 10K Facsa in Castellón de la Plana. An diesem Morgen jagt er die 26’24” des Kenianers Rhonex Kipruto und überquert die Linie enttäuscht – sieben Sekunden zu langsam. Wendung: Kiprutos Zeit wurde inzwischen annulliert, und World Athletics hat Kejelchas Leistung als neuen Weltrekord anerkannt ⏱️ .
Kleine, fiese Anekdote: Am selben Tag, nur wenige Minuten nach seinem Zieleinlauf, verliert Kejelcha seinen Weltrekord im Halbmarathon, geschlagen von Jacob Kiplimo in Barcelona. Ein Sonntag wie eine Achterbahnfahrt.
Bei den Frauen regiert die Kenianerin Agnes Jebet Ngetich mit 28’46”, erzielt am 14. Januar 2024 beim 10K Valencia Ibercaja in Valencia. Sie wird zur ersten Frau unter 29 Minuten über 10 km Straße. Expertennuance: Diese Zeit fällt in einem Mixed-Rennen, in dem die Männer als Tempomacher dienen.
Zwischen Valencia und Castellón wirkt die spanische Küste wie ein Rekorde-Obstgarten 🍊: flache Strecken, milde Winter, Luxus-Tempomacher. Damit dir schwindlig wird: Kejelcha hält 2’39” pro km, also 22,6 km/h, während Ngetich jeden Kilometer in 2’53” verschlingt – rund 20,9 km/h.
Auf der Bahn heißt die Distanz 10.000 m, also 25 Runden im Kreis… sehr schnell. Der Ugander Joshua Cheptegei hält dort den Rekord mit 26’11”00, am 7. Oktober 2020 in Valencia. Damit löscht er die 26’17”53 von Kenenisa Bekele aus, die seit 2005 Bestand hatte.
Bei den Frauen schlägt die Kenianerin Beatrice Chebet am 25. Mai 2024 in Eugene, beim Prefontaine Classic zu: 28’54”14, als erste Frau unter 29 Minuten auf der Bahn. Sie entthront damit die Äthiopierin Letesenbet Gidey und deren 29’01”03. Kommt dir der Name bekannt vor? Chebet sammelt auch Rekorde über 5 km.
Beachte das Paradox: Bei den Männern ist die Bahn 20 Sekunden schneller als die Straße, während bei den Frauen die Straße im Vorteil bleibt (28’46” gegen 28’54”14). Der Tempomacher-Effekt der Mixed-Rennen wiegt hier noch schwer in der Waage.
Zum Schluss ein Augenzwinkern in Trikolore: Jimmy Gressier holt sich den WM-Titel über 10.000 m in Tokio 2025 – vor einem gewissen Yomif Kejelcha 🥇.
Gute Nachricht: Deine persönliche Bestzeit muss sich vor niemandem verstecken. Ein paar Anhaltspunkte zur Einordnung: 1 h über 10 km entspricht 6’ pro km (10 km/h), 50 Minuten entsprechen 5’ pro km (12 km/h), 40 Minuten entsprechen 4’ pro km (15 km/h).
Weniger explosiv als 5 km wird der 10-km-Lauf bei etwa 85 bis 90 % deiner VMA gelaufen. Die Falle? Zu schnell loslaufen und dann zwischen km 6 und 8 leiden, wenn die Beine schwer werden und der Kopf wackelt. Starte vorsichtig, heb dir noch Saft für den Endspurt auf 💪 .
Im Training setz auf lange Intervalle (1.000 m, 2.000 m), eine Schwellen-Einheit und jede Woche einen ruhigen langen Lauf. Beim Terrain: Such dir eine flache, schnelle Strecke im 10-km-Rennkalender. Ein 5 km in der Vorbereitung schärft deine Geschwindigkeit, bevor du mit dem Halbmarathon weiter hinauszielst.
Kejelcha, Ngetich, Cheptegei und Chebet haben die Grenzen über 10 km verschoben. Deine Zeit entsteht Einheit für Einheit – bis zum Tag X. Wähle dein Rennen passend zu deinem Niveau, reserviere deine Startnummer auf Finishers und ab an die Startlinie 🏁 .
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