Wir alle kennen die französische Seite des Mont Blanc: ihre Schlangen auf der Normalroute und ihr Ultra, der jeden August die Schlagzeilen macht (natürlich der UTMB®) 🗓️. Aber auf der anderen Seite des Tunnels, wo Kaffee zum Ristretto wird und wo D+ dislivello heißt, gibt es ein verborgenes Juwel: den Gran Trail Courmayeur ✨. Eingebettet am Ende des Aostatals, auf 1.224 Metern Höhe, lädt dich dieser italienische Trail ein, den überfüllten Wegen den Rücken zu kehren und das Dach Europas aus dem besten Blickwinkel zu entdecken – na ja, das hängt von deinem Standpunkt ab 🤓. Drei Formate stehen auf der Speisekarte, vom zugänglichen 30 km bis zum geradezu epischen 100 km, alle mit Start und Ziel auf der Piazza Abbé Henry, im historischen Herzen von Courmayeur 📍.
Hinter diesem modernen Namen steckt eine alte Seele 🤌. Der GTC ist der direkte Erbe des Gran Trail Valdigne, entstanden 2007 – im Grunde die Steinzeit des Trailrunnings, als man noch in Baumwoll-T-Shirts Rennen lief 😵💫. Damals war es das erste Hochgebirgsrennen über mehr als 80 km, das vollständig auf italienischem Boden kartiert war, und es wurde schnell zu einer Referenz auf dem Kontinent 🇮🇹. Heute gehört der GTC zur großen TORX®-Familie, aus demselben Stall wie der legendäre Tor des Géants ⭐️. Und das ist nicht nur eine Zeile im Stammbaum: Wenn du den GTC100 finishst, sicherst du dir eines der 100 Startnummern, die im folgenden Jahr die Türen zum Tor des Géants öffnen! So umgehst du wenigstens die Lotterie 😲. Ein goldenes Ticket zu einem der härtesten Ultras der Welt, verdient durch die pure Kraft deiner Quads – das ist ziemlich clever 🤓.
Auf der Strecke macht die 100 keine Gefangenen: rund hundert Kilometer mit 7.400 mD+, einmal um Seine Majestät Mont Blanc 👑 herum. Die Route führt dich durch zwei Juwelen des Massivs, Val Veny und Val Ferret, zwei Gletschertäler, die du lieben lernst (dann verfluchen, dann wieder lieben 🤣). Hier geht’s hoch hinaus: Der höchste Punkt liegt bei 2.830 Metern unterhalb des Mont Nix, nachdem du Panoramapässe über 2.500 aneinanderreihst wie Pastateller auf der Hütte 🍝. Auf dem Programm: atemberaubende Balkone (falls du noch Atem übrig hast), türkisfarbene Bergseen, ein paar verspielte Schneefelder mitten im Juli, und ein kurzes, mit Ketten gesichertes Stück – nur um dich daran zu erinnern, dass du ja, ganz klar, in den Bergen unterwegs bist 🏔️. Das i-Tüpfelchen auf dem Panettone: eine Verpflegungsstation hoch oben auf dem Mont Fortin (2.755 m), ein mobiler, per Helikopter eingeflogener Biwakplatz wie ein Basislager ⛺️. Läuft’s flüssig? Eher nicht. Beinbrecher? Oh ja ✅.
Der „GTC 100“, das Flaggschiff-Event, startet am Abend, in pechschwarzer Nacht, wobei deine Stirnlampe in den ersten Stunden des Rennens zu deiner besten Freundin wird 🔦. Aber keine Sorge, du musst kein Cyborg sein: Insgesamt gibt es drei Distanzen! 😄 Ultra-Trail ist nicht für jedes Oberschenkelpaar gemacht, also gibt es Alternativen 🤠. Der GTC30 über 30 km mit 2.000 mD+, der seine großartige balconata des Val Ferret für alle ausrollt, die die Landschaft kosten wollen, ohne dafür ihre Haut zu bezahlen 😉. Oder der GTC55 mit 3.500 m D+ auf 55 km, der durch die schönsten Pässe des Val Veny 🏞️ führt.
Aber den GTC nur auf Zahlen zu reduzieren, würde am Kern vorbeigehen 📍. In den letzten Ausgaben hat sich das Rennen zu einem echten Festival entwickelt – mit dem Mont Blanc Trail Fest, einem Dorf im Bollino Park, wo Finisher, Unterstützer und Neugierige zwischen Markenständen, wohlverdienten Bieren und Geschichten von Pässen, die mit jedem Glas höher werden, zusammenkommen 🍻. Und dann ist da diese ganz besondere Atmosphäre des Aostatals, zwischen Italien und Frankreich. Dort feuert man dich genauso im Patois wie auf Italienisch an, und im Ziel wartet eine warme Mahlzeit auf dich, die du dir noch nie mehr verdient hast 🤤.
Wenn dich also das Buzz von Chamonix ruft, du aber von einem wilderen Mont Blanc träumst, dann wartet der Gran Trail Courmayeur auf dich auf der anderen Seite! Buona fortuna 💫.
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