Wolfgang Amadeus komponierte mit sechs Jahren Symphonien; du versuchst nur, die 119 km ohne falsche Note zu überstehen 🎹. Der Mozart 100 by UTMB steckt sich seine Startnummern im Mai an den Ufern des Fuschlsees an, mitten im Herzen des österreichischen Salzkammerguts – jener Region aus Seen und Bergen, die die perfekte Kulisse für das Rennen bietet. Inzwischen Teil der UTMB World Series, hat es sich unter den beliebtesten Ultras in den Ostalpen etabliert und zieht Läuferinnen und Läufer von allen fünf Kontinenten an 🌍.
Hinter dem Rennen steckt eine Idee, die mitten im Flug geboren wurde 🛫. Zurück aus Costa Rica stellt sich der ehemalige Werbemann Josef Mayerhofer einen Ultra in einer großen, historisch bedeutenden Stadt mit weltweitem Einfluss vor – und nimmt Salzburg ins Visier, Mozarts UNESCO-gelisteten Geburtsort. Mehr als zehn Jahre lang startete der „Mozart 100“ in der barocken Altstadt, unterhalb der Festung Hohensalzburg, bevor es in höhere Lagen ging. 2016 von der Ultra-Trail World Tour als „Future“-Rennen entdeckt und ab 2017 in den Circuit integriert, verdiente es sich Saison für Saison seine Sporen. Für 2026 schlägt die Organisation ein neues Kapitel auf: raus aus dem Stadtzentrum, hinein ins Salzkammergut – mit Fuschl am See als neuem pulsierenden Herzen der Veranstaltung 🫀.
Die Königsdistanz kommt auf 119 km und 5.700 mD+, auf einem Spielplatz, der von 400 bis 1.783 m Höhe ⛰ reicht. Die ersten Kilometer rollen sanft entlang des Fuschlsees und des Wolfgangsees, bevor die Steigung wirklich aufwacht 📈. Der Schafberg ist der ultimative Richter: steil, felsig – die Art von Anstieg, die deine Oberschenkel in ein hektisches Metronom verwandelt 🥵. Weiter hinten entfalten die Grate von Zwölferhorn und Nockstein einen luftigen Singletrail über den Wäldern, und der Gaisberg, Salzburgs liebster Berg, wacht über den letzten Wendepunkt. Gute Nachrichten für Angehörige: Die Zwölferhorn-Seilbahn und die kleine Zahnradbahn am Schafberg ersparen ihnen den Schweiß, während sie dich oben anfeuern 🚠.
Sechs Formate existieren nebeneinander – vom 12-km-„Lake Trail“ bis zu den vollen 119 km, darunter der Ultra (72 km), der Marathon (44 km) und der Half (28 km). Genug, um Neugierige vom Sonntag ebenso willkommen zu heißen wie den erfahrenen Ultra-Trailer 🏃. Der 100er vergibt 4 Running Stones – Schlüssel zum großen Finale: UTMB am Mont-Blanc. Was die Rekorde angeht, krönte die Ausgabe 2018 zwei Österreicher zu Hause: Florian Grasel bei den Männern und Martina Trimmel bei den Frauen, die die damaligen 104 km in 11h57 verschlang ⏱. Das Rennen hat sogar eine eigene Wikipedia-Seite – ein Beleg dafür, dass es längst über den regionalen Rahmen hinausgewachsen ist.
Der Start in Fuschl am See gibt den Takt vor, und die Musik verlässt die Trails eigentlich nie: DJs und Klanglandschaften halten den Tag bis tief in die Nacht in Bewegung 🎶. Der Mozart-Faden bleibt stark, denn die Mutter des Komponisten wurde in St. Gilgen am Ufer des Wolfgangsees geboren – auf einem Landstrich, den seine Familie wie ihre Westentasche kannte. Die Veranstaltung unterstützt außerdem die Wings for Life-Stiftung, die Forschung zu Rückenmarksverletzungen finanziert 💛. Zwischen kristallklaren Seen, Pilgerwegen und traditionellen Dörfern balanciert die Stimmung alpine Härte mit österreichischer Herzlichkeit – getragen von Volunteers, die sich großartig um dich kümmern 🤝.
Sobald du die Ziellinie überquerst, ist es Zeit für lokale Stärkung 🍽. Salzburger Nockerl, ein süßes Soufflé in Form eines Gebirgszugs, und die berühmte Mozartkugel (eine Schokokugel mit Marzipan) trösten diese leeren Beine. Um den Aufenthalt zu verlängern, sind die Altstadt von Salzburg und ihre Festung einen ganzen Tag wert – ebenso wie eine Bootsfahrt über den Wolfgangsee ⛵.
Jetzt bleibt nur noch herauszufinden, ob du im Fortissimo oder im Decrescendo ins Ziel kommst: Beim „Mozart 100“ fährt jeder Finisher mit seiner eigenen Symphonie in den Beinen nach Hause 🎼.
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