Bei vielen Veranstaltungen teilt sich die Startlinie in zwei: ein Rennen für Männer, ein Rennen für Frauen, jeweils mit eigener Startzeit und manchmal auch eigener Strecke 🏁. Diese Events nur für Männer existieren fast immer als Gegenstück zu einer Frauen-Ausgabe, die am selben Tag beim selben Event organisiert wird – eine Logik von Sportkategorien, wie Alters- oder Leistungsklassen, und nicht ein Prinzip der Ausgrenzung.
Die große Mehrheit der hier aufgeführten Rennen nur für Männer findet als Duo mit einer Veranstaltung nur für Frauen statt, die parallel im Rahmen desselben Events ausgetragen wird 🤝. Das ist zum Beispiel beim Cross du Courrier de l'Ouest et de la ville d'Angers der Fall, der mehrere Distanzen in getrennten Kategorien anbietet, oder bei der Corrida la nocturne Yvetotaise in der Normandie, die die beiden Rennen am selben Abend direkt nacheinander unter den Straßenlaternen stattfinden lässt 🌙. Dieselbe Logik gilt für den 5K on the Beach in New York 🇺🇸, der die Männer- und Frauenrennen am selben Strand austrägt 🏖️, oder für den Women's Race (Spinneys) in Beirut, der trotz seines Namens neben dem Hauptlauf für Frauen auch eine Männerkategorie anbietet 🇱🇧.
Die Eindrücke und die Atmosphäre in diesen Kategorien unterscheiden sich grundsätzlich nicht von einem klassischen Mixed-Rennen. Die eigentliche Veränderung betrifft vor allem das Teilnehmerfeld: In einer reinen Männerkategorie reduziert sich der direkte Kampf um das Podium natürlich auf die Athleten, die in genau diesem Lauf am Start sind. Einige dieser Events haben eine besondere Geschichte, die hinter diesem Format steht. Der Lake Biwa Men’s Marathon in Ōtsu, Japan 🇯🇵, gehört zu den allerletzten großen Elite-Marathons weltweit, die so lange strikt an einer reinen Männerausgabe festgehalten haben: Der Lake Biwa Mainichi Marathon 🏃♂️, der seit 1946 ausgetragen wird, eröffnete seine Frauen-Version erst 2021 – eine Entwicklung, die für diesen historischen Klassiker des japanischen Marathonlaufs ziemlich neu ist.
Andere spielen bereits im Namen die Humor-Karte: Les Marcels à Plescop in der Bretagne bezieht sich auf das Unterhemd, das im 19. Jahrhundert von Marcel Aubert populär gemacht wurde 👕, während La Moustache - La Bottine in Nevers Laufen mit einem augenzwinkernden Verweis auf männliche Gesichtsbehaarung verbindet 🥸.
Schließlich gibt es auch Veranstaltungen, die nicht unbedingt ein identisches weibliches Gegenstück haben, wie die Amstel Gold Race, ein historischer niederländischer Radsportklassiker 🚴, der seit einigen Jahren dennoch eine eigene, separate Frauen-Ausgabe in einem anderen Format austrägt, oder der Trail du Roc de la Lune im Gard.
Nach der Anstrengung kommt die Belohnung – und die macht natürlich keinen Unterschied zwischen den Kategorien 🍻: gemeinsame Verpflegung, ein gemeinsames Zielgelände und oft eine gemeinsame Siegerehrung, bei der beide Podien – Männer und Frauen – für diesen Anlass zusammengebracht werden.
Du möchtest das weibliche Gegenstück zu diesen Kategorien entdecken? Dann schau bei den Rennen nur für Frauen 🚺 vorbei, um die andere Hälfte dieser parallel organisierten Events zu erkunden.
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