Läufe in der Basilikata

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Läufe
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Basilikata: Laufen im ältesten Gestein

Eingeklemmt zwischen zwei Meeren verbirgt das kleine Lukanien Matera und seine Höhlenhäuser, wilde Berge und einen schlafenden Vulkan. Hier läufst du in einer Kulisse, die sich seit neun Tausend Jahren nicht verändert hat 🪨.

In der Basilikata hält niemand zufällig an – und genau das macht sie so wertvoll. Diese kleine Region im Süden, die die Römer schon Lukanien nannten, schmiegt sich zwischen Apulien, Kampanien und Kalabrien, mit einem Fuß am Tyrrhenischen Meer und dem anderen am Ionischen. Matera stiehlt natürlich allen die Show: Seine Sassi, jene in den Fels gegrabenen Wohnviertel, zählen zu den ältesten dauerhaft bewohnten Orten der Erde – neun Tausend Jahre auf dem Tacho 🪨. Lange als Schande Italiens für seine Armut verschrien, ist die Stadt heute UNESCO-geschützt und dient Hollywood als Kulisse, von Die Passion Christi bis zum letzten James Bond. Potenza, die Hauptstadt, thront auf 800 Metern – damit ist sie der höchstgelegene regionale Verwaltungssitz des Landes 🇮🇹.

Das Gelände macht keine Geschenke, und die Waden erinnern sich daran. Die Basilikata ist eine der gebirgigsten Regionen Italiens: Der Lukanische Apennin kräuselt das gesamte Inland, und im Süden erhebt das Pollino-Massiv seine jahrhundertealten Lorikaten-Kiefern an der kalabrischen Grenze. Im Norden ragt der Vulture als Silhouette eines erloschenen Vulkans auf, mit den beiden Monticchio-Seen, die in seinen alten Kratern liegen 🌋. Zwischen den Höhen öffnen sich die Calanchi – jene grauen Lehmrinnen, die die Erosion herausgemeißelt hat und der Landschaft einen mondähnlichen Look geben. Und dann sind da noch die zwei Fenster zum Meer: Maratea und seine tyrrhenische Küste, die an den Klippen klebt, bewacht von einem Christus Erlöser, fast so groß wie der in Rio, sowie der lange ionische Strand bei Metaponto, wo griechische Säulen an Magna Graecia erinnern.

Das Klima belohnt, wer die richtige Saison wählt. Das bergige Inland hat seine besten Monate im Frühling und Herbst, wenn sich die Calanchi ockerfarben färben und die Luft trocken bleibt. Im Sommer knallt die Hitze im Landesinneren – dann zielt man besser auf die Höhen des Pollino oder auf die beiden Küsten, die von der Brise durchweht werden 🌊. Der Winter wiederum bestäubt die lukanischen Gipfel mit Schnee: Man kann nahe Potenza Ski fahren und am selben Tag ans Meer gelangen – etwas, das sich nur wenige vorstellen, wenn sie an den Mezzogiorno denken. Die Natur dominiert überall, roh und still, in einer der am dünnsten besiedelten Regionen Italiens.

Der Trail-Kalender in der Basilikata passt in wenige Termine, aber jeder hat Charakter. Die Puglia by UTMB® ist der absolute Star: Start in Matera im November – sie führt Trailrunner aus aller Welt rund um die Sassi und über die lukanischen Grate, bis zu einhundertvierundvierzig Kilometern für die Härtesten 🥾. Auch Triathlet:innen kommen auf ihre Kosten: mit dem EstreMo Triathlon dei Laghi di Monticchio, der seine Wechselzone im September zwischen den beiden Vulture-Seen aufschlägt, dem Argonauti TRI an der ionischen Küste nahe Matera und dem Triathlon SuperSprint von Potenza mitten im Herzen der Hauptstadt im Hochsommer. Lust auf mehr? Matera ist nur eine Stunde von Bari entfernt – damit sind die Rennen in Apulien und im benachbarten Kalabrien in Reichweite der Startnummer, während der Trail in der Region sich ganz natürlich in den geteilten Pollino fortsetzt.

Nach einem Rennen in der Basilikata trickst der Tisch nicht – er macht satt. Peperoni cruschi, diese getrockneten und dann frittierten Paprika, bis sie knusprig werden, brechen wie Chips und begleiten einfach alles. Das Pane di Matera mit seiner gelben Krume und der dicken Kruste hält sich eine Woche, und die Lucanica – die Wurst, die dem lateinischen Wort sogar ihren Namen gegeben hat – schmort seit der Antike 🌶️. Ein Glas Aglianico del Vulture, dieser kräftige Rotwein von den Vulkanhängen, schließt das Mahl ab (Alkoholmissbrauch ist gesundheitsschädlich, in Maßen genießen). Kulturerbe? Die Region kann überraschen: Der lateinische Dichter Horaz wurde vor über zweitausend Jahren in Venosa geboren, der Schriftsteller Carlo Levi erzählte vom bäuerlichen Lukanien in Christus kam nur bis Eboli, und der Schauspieler Rocco Papaleo, ein Kind aus Lauria, hat seine Region im Kino in Szene gesetzt 🎬. Die echte sportliche Tradition stammt hier von den Hirten der Transhumanz, die die lukanischen Grate zu Fuß verschlangen, lange bevor Trail einen Namen hatte 🐑. Also: Ultra rund um die Sassi oder Triathlon am Ufer eines Kratersees? Vergleiche die außergewöhnlichen Monumente und die Wege der Gegend – das wilde Lukanien wartet auf dich 👟.

Ob es stürmt, regnet oder schneit

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