Rennen in den Abruzzen

Wettkampfkalender: Läufe, Trails, Triathlons, Radtouren...
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Läufe
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Die Abruzzen, Italiens wilde Seite in Reichweite deiner Laufschuhe

Die grüne Lunge des Landes, wo Bären und Wölfe in Nachbarschaft zu den höchsten Gipfeln des Apennin leben. Hier steigst du morgens auf und läufst abends an der Adria entlang – weit weg von den Touristenmassen 🐺.

Man nennt sie die grünste Region Europas, und das ist keine Marketingfloskel: Ein Drittel des Gebiets der Abruzzen ist als Parks und Schutzgebiete ausgewiesen. Eingeklemmt zwischen Rom und der Adria, wendet sich die Region den klassischen Touristenrouten ab – und bleibt dadurch authentisch und ruhig. L'Aquila, die auf 700 Metern Höhe gelegene Hauptstadt, erholt sich langsam vom Erdbeben von 2009 – zwischen Baugerüsten und wieder geöffneten Gassen. Pescara spielt an der Küste die Strandkarte aus, mit seinem langen Strand und der lebhaften Uferpromenade. Chieti bewahrt seine römischen Überreste, Teramo wacht am Fuß des Gran Sasso, und Sulmona, Geburtsstadt des Dichters Ovid, beansprucht die Erfindung der Dragées 🇮🇹.

Das Terrain ist vor allem eins: Berge – und zwar echte. Das Massiv des Gran Sasso erreicht am Corno Grande 2.912 Meter, den höchsten Punkt des gesamten Apennin. Zu seinen Füßen liegt das Campo Imperatore, ein riesiges Hochplateau, das man das kleine Tibet nennt 🏔️. Der Calderone-Gletscher, der südlichste Europas, klammert sich noch an seinen Nordhang. Weiter südlich erhebt sich die Majella als ein weiterer Riese, und der Nationalpark der Abruzzen beherbergt etwas, das nur wenige Orte in Europa für sich beanspruchen können: marsikanische Braunbären, Wölfe und Apennin-Gämsen – nur wenige Schritte von den Wegen entfernt 🐻. Zwischen den Massiven spiegeln Seen wie der von Scanno ihr blaues Wasser, und im Osten fällt die Ebene hinunter zu den Stränden der Adria.

Die Saison folgt – wenig überraschend – der Höhe. Die Gipfel bleiben einen guten Teil des Jahres verschneit – das Campo Imperatore hält den Schnee bis in den Mai, manchmal länger –, weshalb sich die Bergtrails auf Juni bis September konzentrieren. An der Küste hingegen kann man fast das ganze Jahr über laufen, mit heißen Sommern, die durch die Meeresbrise gemildert werden, und milden Wintern in Pescara ☀️. Im Frühling erwachen die blumenbedeckten Almen und die berühmten Linsen von Santo Stefano, während der Herbst die Buchenwälder des Nationalparks färbt. Ein seltenes Detail: Am Gran Sasso kannst du morgens Ski fahren und nachmittags die Füße in die Adria halten – das Meer ist nur eine Autostunde entfernt.

Der Wettkampfkalender in den Abruzzen stellt die Berge in den Mittelpunkt. Der Ultra Trail Gran Sasso startet im Juli in Pietracamela und steigt auf das Dach des Apennin – eine Referenz für alle, die das Massiv entdecken wollen. Der Monterosa Est Himalayan Trail bietet im August die gleiche Kulisse, während der Ultra Serra Sky Marathon im Juni oberhalb von Celano entlangzieht 🥾. Auf der Straße verläuft der Halbmarathon von Pescara im Mai am Meer entlang – die Maratonina del Mare, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sonntags-Triathleten sind hier eigentlich keine mehr: Der EagleXman Extreme Triathlon reiht Schwimmen, Rad und Laufen rund um L'Aquila aneinander, mit einem Höhenprofil, das Warmduscher abschreckt, während die beiden Ausgaben des XTERRA Lake Scanno ihre Wechselzone am Seeufer aufschlagen. Auf dem Rad erkundet die Nova Eroica Gran Sasso die weißen Schotterwege des Plateaus, und die Race Across Italy startet an der Küste, um das ganze Land zu durchqueren 🚴. Wer weiter schauen will: Die benachbarten Marken verlängern den Apennin nach Norden, und Latium grenzt die Region auf der Seite Roms.

Nach einem Rennen in den Abruzzen macht die Küche nicht auf Leichtigkeit – und das ist auch gut so. Arrosticini, diese kleinen Lammspieße, die dutzendweise gegrillt werden, sind das absolute regionale Wahrzeichen und werden mit den Fingern gegessen. Maccheroni alla chitarra, Nudeln, die auf einem Saitenrahmen geschnitten werden, kommen mit einer großzügigen Sauce, und der Höhen-Pecorino reift auf den Weiden 🧀. Der Safran aus L'Aquila, einer der besten der Welt, parfümiert die Gerichte, und Montepulciano d'Abruzzo füllt die Gläser (Alkoholmissbrauch ist gesundheitsgefährdend, bitte maßvoll genießen). Die echte sportliche Tradition stammt hier von den wandernden Hirten, die schon Jahrzehnte Kilometer zu Fuß zurücklegten – lange bevor der Trail erfunden wurde 🐑. Was das Kulturerbe betrifft: Die Abruzzen brachten den lateinischen Dichter Ovid hervor, ein Kind aus Sulmona, den Philosophen Benedetto Croce sowie den großen Sänger und Komponisten Ivan Graziani, eine Figur des italienischen Rock 🎸. Also: Ultra auf dem Dach des Apennin oder Halbmarathon mit den Füßen im Wasser in Pescara? Vergleiche die Trails und die Triathlons der Gegend – Italiens wilde Seite wartet auf dich 👟.

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